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Pressemitteilung

Schwimmendes LNG-Terminal legt in Stade an und stärkt die Versorgungssicherheit und Preisstabilität in Deutschland und Europa

Stade/Düsseldorf, 14. März 2024 - Voraussichtlich gegen 7:30 Uhr morgens erreicht das schwimmende LNG-Terminal "Energos Force" am 15. März den AVG-Anleger im Industriehafen in Stade-Bützfleth. Das von der Deutsche Energy Terminal GmbH betriebene, knapp 300 Meter lange Schiff geht zunächst in einen mehrwöchigen Testbetrieb, um anschließend bis zu 5 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr ins Deutsche Gasnetz einzuspeisen und damit einen wesentlichen Beitrag zur Versorgungssicherheit und Stabilität der Gaspreise in Deutschland und Europa zu leisten.

Zur Sicherung der Energieversorgung in Deutschland und Europa wird derzeit das dritte der vier schwimmenden LNG-Terminals der DET fertiggestellt. Mit der Ankunft der Floating Storage and Regasification Unit (FSRU) „Energos Force“ im Stader Industriehafen Bützfleth am Morgen des 15. März können künftig weitere bis zu fünf Milliarden Kubikmeter importiertes Erdgas jährlich in das deutsche Gasnetz eingespeist werden.

Dr. Peter Röttgen, Geschäftsführer des Betreibers Deutsche Energy Terminal GmbH (DET), erläutert: „Auch dieses dritte von insgesamt vier FSRUs der DET mit Zugang zur Nordsee konnte dank intensiver Zusammenarbeit aller beteiligten Technologiepartner und Behörden in einem Kraftakt zügig realisiert werden. Sobald der Testbetrieb abgeschlossen ist, wird die Energos Force rechnerisch bis zu fünf Millionen Haushalte für ein Jahr mit Gas versorgen können. Auch für viele Unternehmen, die trotz technischer Bemühungen noch übergangsweise auf große Mengen Erdgas angewiesen sind, ist dieses dritte schwimmende DET-Importterminal für Flüssigerdgas ein wichtiger Schritt. Denn Industrie- und Gewerbebetriebe benötigen Planungssicherheit. LNG gibt heute wirtschaftliche Stabilität und dies ist die Grundlage für den Umbau auf eine klimaneutrale Produktion. Das betrifft zudem viele tausende Arbeitsplätze heute und in Zukunft.“

Die Energos Force ist 294 Meter lang, 47 Meter breit und wurde 2021 gebaut. Das Schiff besitzt eine Tragfähigkeit (deadweight tonnage – dwt) von 94.361 Tonnen. Im Winter kann es bei geschlossenem Kreislauf mit Dampfkesseln maximal 500 Millionen Standardkubikfuß Gas pro Tag (MMSCFD) regasifizieren. Im Sommer, bei offenem Kreislauf mit Meerwasser, schafft die FSRU idealerweise 750 Millionen Standardkubikfuß täglich. Die erwartete jährliche Einspeisekapazität der Energos Force von bis zu fünf Milliarden Kubikmetern Gas stellt dabei den sogenannten DTRS-Wert (Declared Total Reference Send-Out) dar. Dieser bezeichnet die maximal technisch mögliche Systemaussendung unter Idealbedingungen, sprich, dass weder extreme Wetterbedingungen noch technische Einschränkungen die Einspeisung ins deutsche Gasnetz reduzieren. Zu berücksichtigen sind überdies geringere Leistungen bedingt durch die realen Größen angelieferter Cargos.

Die DET ist Betreiberin des schwimmenden LNG-Terminals und bewirtschaftet es in Zusammenarbeit mit verschiedenen Dienstleistern. Die Energos Force gehört der Energos Infrastructure, einer Tochtergesellschaft der Apollo Global Management, die für die Regasifizierung auf der FSRU zuständig ist. Die Koordination der Anlandung von LNG-Carriern, Gasflüssen und Berichtswesen führt das Unternehmen KN Energies im Auftrag der DET aus. Das Hafenbauwerk auf der Wasserseite hatte die Hafengesellschaft Niedersachsen Ports errichtet. Für den Bau der Suprastruktur hatte die DET die Hanseatic Energy Hub GmbH (HEH) beauftragt. Mit Dienstleistungen im Bereich technischer Betriebsablauf und Wartung bleibt HEH zusammen mit DOW zukünftig als Partner an Bord.

DET-6

Über die DET Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) ver-marktet und betreibt die Deutsche Energy Terminal GmbH (DET) mit ihren lokalen Partnern vor Ort die staatlich initiierten schwimmenden Regasifizierungsterminals (FSRU) mit Nordseezugang, über die verflüssigtes Erdgas (LNG) wieder in gasförmigen Zustand versetzt und in das deutsche Gasnetz eingespeist wird. Im Verantwortungsbereich der DET liegen die drei FSRU in Brunsbüttel, Stade sowie Wilhelmshaven. Noch dieses Jahr wird in Wilhelmshaven das vierte und letzte schwimmende LNG-Terminal in Betrieb genommen.


Dirk P. Lindgens

Deutsche Energy Terminal GmbH

Leiter Kommunikation