Die Deutsche Energy Terminal GmbH (DET) ist ein zentraler Akteur der deutschen Energieinfrastruktur. Als bundeseigenes Unternehmen betreibt sie LNG-Terminals und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Versorgungssicherheit Deutschlands und Europas. Während früher Gas fast ausschließlich durch Pipelines nach Deutschland gelangte, ermöglicht die DET mit dem zuverlässigen Betrieb von derzeit drei Floating Storage and Regasification Units (FSRU) heute den Import von Energie in Form von Flüssigerdgas (LNG) aus unterschiedlichsten Regionen. Damit trägt die DET zur Preisstabilität für einen wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandort im Übergang zu einer klimaneutralen Energieversorgung bei und bildet ein stabiles Fundament, auf dem die Transformation zum Import von erneuerbaren Gasen oder Export und Speicherung von CO2 aufbaut.
Deutschland verfolgt das Ziel der Klimaneutralität bis 2045. Der Ausstieg aus Kernenergie ist vollzogen, der Ausstieg aus Kohleverstromung ist beschlossen und wird umgesetzt, der Ausbau erneuerbarer Energien konsequent vorangetrieben. Erdgas dabei ein wichtiger Partner, bis eine vollständig erneuerbare Energieversorgung realisiert ist.
Da Deutschland mehr als 95 Prozent seines Erdgases importiert und zugleich eine zentrale Rolle in der Versorgung europäischer Nachbarstaaten spielt, ist eine gesicherte Importinfrastruktur von strategischer Bedeutung. Die LNG-Terminals der DET leisten hierzu einen entscheidenden Beitrag.
Leistungsfähige Infrastruktur in Deutschland
Eine zentrale Lehre der vergangenen Jahre ist die Bedeutung ausreichender und belastbarer Infrastruktur. Die von der Bundesregierung initiierten LNG-Terminals werden von der DET mit qualifizierten Partnern verantwortlich betrieben und dem Markt diskriminierungsfrei zur Verfügung gestellt. Dabei verbindet sie staatliche Verantwortung mit professionellem Infrastruktur- und Anlagenmanagement.
LNG-Importe stabilisieren den Gasmarkt
Zwei Terminals in Wilhelmshaven sowie eine weitere Anlage in Brunsbüttel befinden sich im Regelbetrieb. Ein vierter Terminal in Stade wird fertiggestellt. Neben dem Bau und dem operativen Betrieb gehört die Vermarktung der Regasifizierungskapazitäten zu den Kernaufgaben der DET.
Im Jahr 2025 wurden über die Terminals der DET rund 79 TWh Energie in das deutsche Gasnetz eingespeist. Dies entsprach rechnerisch etwa 22 Prozent des Erdgasverbrauchs von Haushalts- und Gewerbekunden beziehungsweise rund 9,1 Prozent des gesamten deutschen Gasverbrauchs. Die verbesserte Verfügbarkeit von Erdgas durch LNG-Importe trägt nicht nur zur Versorgungssicherheit bei, sondern wirkt sich auch spürbar auf die Stabilisierung der Gaspreise aus.
Verantwortung als europäisches Transitland
Deutschland ist traditionell ein bedeutendes Transitland für Gasflüsse in Europa und übernimmt damit auch Verantwortung für die Versorgung seiner Nachbarn. Die DET trägt mit ihrer Infrastruktur dazu bei, diese Rolle auch künftig zuverlässig auszufüllen und Europa widerstandsfähiger gegenüber Versorgungsengpässen zu machen.
Die Deutsche Energy Terminal GmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft des Bundes. Ihre Einnahmen fließen nach Abzug der Betriebskosten in den Bundeshaushalt zurück. Das Unternehmen hat seine Geschäftstätigkeit am 15.01.2023 aufgenommen. Kernaufgabe ist der Terminalbetrieb und die internationale Vermarktung der Regasifizierungskapazitäten.
Dabei stehen drei Zielsetzungen im Vordergrund:
Die folgende Grafik stellt die wichtigsten Marktakteure rund um die DET vor.