Energos Force in Stade angelandet
Energos Force in Stade angelandet
DET startet Vorbereitungen der Inbetriebnahme des schwimmenden LNG-Terminals
Die Floating Storage and Regasification Unit (FSRU) „Energos Force“ gestern am neuen Anleger für verflüssigte Gase (AVG) im Industriehafen Stade-Bützfleth angelegt. Mit der Anlandung des von der Deutschen Energy Terminal GmbH (DET) gecharterten, 294 Meter langen Schiffs beginnt die Vorbereitung der Inbetriebnahme des schwimmenden LNG-Terminals Stade.
Bundesministerin für Wirtschaft und Energie Katherina Reiche: „Mit dem Einlauf der Energos Force in Stade wird sichtbar, was Versorgungssicherheit in der Praxis bedeutet. Das FSRU, das heute am Anleger festmacht, kann ab November dazu beitragen, Millionen Haushalte zuverlässig mit Energie zu versorgen. Mit einer Einspeisekapazität von bis zu 3,2 Milliarden Kubikmetern Erdgas im Jahr 2027 wird Stade ein wichtiger Baustein für die Versorgungssicherheit Deutschlands sein.“
Niedersachsens Minister für Wirtschaft, Verkehr und Bauen Grant Hendrik Tonne: „Das ist heute ein starkes Signal in energiepolitisch enorm herausfordernden Zeiten. Gerade Niedersachsen nimmt als Energieland mit seiner Infrastruktur und seinen Speicherstandorten seine besondere Verantwortung wahr. Mit drei LNG-Terminals leistet das Land einen zentralen Beitrag zur Diversifizierung der Gasversorgung. Im Übrigen wurde das Terminal in Stade seinerzeit in ‚Niedersachsengeschwindigkeit‘ genehmigt und von NPorts die nötige Hafeninfrastruktur geschaffen. Dessen unbenommen bleibt noch viel zu tun, um eine sichere und bezahlbare Energieversorgung zu sichern.“
Geschäftsführer (CEO) Dr. Peter Röttgen: „Wie versprochen, starten mit der Rückkehr des Regasifizierungsschiffs an den Stader Anleger die Vorbereitungen der Inbetriebnahme des Terminals. Anfang November erwarten wir den ersten vollbeladenen LNG-Tanker längsseits. Ab dann wird Stade einspeisen und damit den erwarteten und wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten. Der Weg bis hierhin war nicht immer leicht. Wir haben nach Übernahme der Verantwortung für die Fertigstellung in Kürze alle nötigen Partner an Bord geholt, die ohne Wenn und Aber für dieses gemeinsame Ziel an einem Strang ziehen. Dafür, dass wir mit der gebotenen Zügigkeit vorankommen können, möchte ich mich an dieser Stelle ausdrücklich bedanken.“
Für 2027 rechnet die DET mit bis zu 3,2 Milliarden Kubikmetern Erdgas, die über das Terminal Stade ins Netz gespeist werden können. Diese Menge reicht aus, um etwa 2,6 Millionen Vierpersonenhaushalte ganzjährig mit Heiz-Energie zu versorgen. Den Anleger zum Aufbau der Suprastruktur für die FSRU hatte die Hafengesellschaft Niedersachsen Ports (NPorts) eigens für die FSRU und das noch im Bau befindliche landseitige Terminal erstellt.
NPorts-Geschäftsführer Holger Banik: „Wir freuen uns, dass jetzt zusammenkommt, was wir gemeinsam geplant haben. Mit dem Anleger haben wir im Hafen die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass das Terminal in Stade seinen Betrieb aufnehmen kann. Häfen sind heute ein entscheidender Teil der Energieinfrastruktur unseres Landes. Ohne die entsprechenden Kapazitäten an der Küste wird auch die Energiewende nicht gelingen. Wenn über Stade künftig rechnerisch rund 2,6 Millionen Haushalte versorgt werden können, zeigt das die Dimension und die Verantwortung, die mit dieser Infrastruktur verbunden sind.“
Die FSRU Energos Force ist 47 Meter breit und wurde 2021 gebaut. Sie besitzt eine Tragfähigkeit (Deadweight Tonnage – dwt) von 94.361 Tonnen. Im Winter kann das Schiff bei geschlossenem Kreislauf mit Dampfkesseln maximal 500 Millionen Standardkubikfuß Gas pro Tag (MMSCFD) regasifizieren, im Sommer bei offenem Kreislauf mit Elbewasser idealerweise bis zu 750 Millionen Standardkubikfuß täglich.
Die erwartete Einspeisekapazität für 2027 von bis zu 3,2 Milliarden Kubikmetern Gas stellt den sogenannten DTRS-Wert (Declared Total Reference Send-Out) dar – die maximal technisch mögliche Systemaussendung unter Idealbedingungen, das heißt ohne Einschränkungen durch extreme Wetterbedingungen, ungeplante Netzbeschränkungen, Absagen von LNG-Lieferanten oder technische Störungen. Zu berücksichtigen sind darüber hinaus geringere Einspeisungen, die sich aus den tatsächlichen Größen der angelieferten Cargos ergeben.
Hinweis: Fotomaterial für Ihre Berichterstattung finden Sie am Vormittag des 17. September in der Mediathek der DET unter energy-terminal.de/aktuelles/media
