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Ein LNG-Terminal ist eine technisch anspruchsvolle Industrieanlage: Hoch empfindliche Gase, extreme Temperaturen, komplexe Schnittstellen zwischen Schiff und Land – all das erfordert Sicherheitssysteme ohne Kompromisse. Bei der DET ist Sicherheit kein Prinzip auf einem Schild. Sie ist fester Bestandteil des täglichen Handelns.

Technische Sicherheit

An jedem unserer Terminals werden Druck, Temperatur, Gaskonzentration und viele weitere Faktoren rund um die Uhr durch redundante Systeme und zudem menschliche Kontrolle überwacht. Weicht ein Wert ab, reagieren automatisierte Prozesse sofort: Gasflüsse stoppen, Ventile schließen, das System wechselt in einen gedrosselten Betriebszustand. Im Notfall ist sogar eine schnelle Trennung der FSRU vom Liegeplatz möglich: sowohl automatisch, als auch menschlich von Hand.

Die gesamte Automatisierungsanlage der FSRU erfasst alle Alarme, Sicherheitsfunktionen und Betriebsdaten zentral – für Echtzeitüberwachung und schnelle Reaktion. Alle sicherheitsrelevanten Einrichtungen entsprechen internationalen Normen, sind zertifiziert und werden regelmäßig gewartet und geprüft.

Früherkennung

Seit 2024 verpflichtet die EU-Methanverordnung (EU 2024/1787) Betreiber zur regelmäßigen Messung von Methanemissionen. Die DET hat an den Erdgas-Verladeschläuchen ein System mit hochsensibler Akustiktechnik installiert. Es erkennt mögliche Lecks frühzeitig und ermöglicht sofortige Gegenmaßnahmen – für mehr Sicherheit und Umweltschutz.

Organisation

Niemand betritt das Gelände ohne Sicherheitseinweisung, Schutzausrüstung und Genehmigung. Bestimmte Arbeiten auf dem Terminalgelände erfordern zudem eine gesonderte Genehmigung mit Risikobewertung – sogenannte „Permits to Work". Diese sind zeitlich begrenzt und an klare Sicherheitsauflagen geknüpft. Schulungen in Erster Hilfe, Brandschutz und Notfallverhalten sind überdies Standard. 

Sicherheit als Teamaufgabe

Ein sicherer Terminalbetrieb ist keine Einzelleistung. Der Terminal Manager tauscht sich täglich mit Hafenbehörden, Feuerwehr, technischen Dienstleistern und der Reederei aus. Zudem gibt es regelmäßige Abstimmungen und Lageeinschätzungen mit der örtlichen Gefahrenabwehrbehörde einschließlich Polizeien sowie Staatsschutz und übergeordneten Stellen. Regelmäßige Notfallübungen und Planspiele sorgen dafür, dass alle Beteiligten im Ernstfall routiniert handeln.

Über gesetzliche Anforderungen hinaus

Der Betrieb folgt internationalen Richtlinien – etwa den Standards der International Maritime Organization (IMO) der Vereinten Nationen – und geht dabei häufig über das gesetzlich geforderte Maß hinaus. Nicht aus Pflicht, sondern aus Überzeugung. Die jeweiligen Inspektionen der in Niedersachsen und Schleswig-Holstein zuständigen Genehmigungsbehörden bestätigten das erreichte Sicherheitsniveau jedes Terminals ausdrücklich.

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